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Osteopathie Praxis Berlin

Normen Wolke, M.Sc. D.O., Osteopath und Heilpraktiker


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Craniosacrale, Viscerale und Parietale Osteopathie

Medizinische Teilgebiete der Osteopathie

Ich möchte Ihnen hier die Grundpfeiler des osteopathischen Konzeptes erläutern. Es handelt sich um drei Strukturebenen, der craniosacralen, visceralen und parietalen Struktur. Entsprechend der klassischen Auffassung der Osteopathischen Medizin sind diese Strukturebenen für das Gesundheitspotential des Menschen von zentraler Bedeutung. Vielleicht haben Sie schon festgestellt, dass häufig ein besonderer Schwerpunkt auf Craniosacraltherapie gelegt wird. Als manuelle Behandlungstechnik ist die Craniosacraltherapie fest in der Osteopathie verankert. Sie stellt einen von drei zu berücksichtigenden Aspekten der klassischen osteopathischen Medizin dar.

Der Bereich der craniosacralen Osteopathie umfasst das Nervensystem. Dazu zählt der Schädel (Cranium), das Sacrum (Kreuzbein) mit der Wirbelsäule und dem Rückenmark als Verbindung dazwischen. Die parietale Osteopathie widmet sich dem Bewegungsapparat, der Muskulatur mit ihren Sehnen, Gelenke, Bänder und Knochen. In der visceralen Osteopathie geht es um den Organbereich. Hierzu gehören die Organe im Bauchraum, Becken und Brustkorb. Nur wenn jedes System für sich spannungsfrei wirken kann entsteht in Zusammenarbeit dieser Systeme Gesundheit. Alle drei Strukturebenen sind miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig. Der Osteopath muss sich mit der Anatomie und der Beschaffenheit dieser drei Strukturen bestens auskennen.

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Cransiosacrale Berührung am Kopf der Patienten
Craniosacral

Die Palpation des Bauchraumes gehört zur visceralen Therapie
Visceral

Manipulation am Arm eines Patienten
Parietal

Osteopathie ist eine wissenschaftliche Kenntnis von Anatomie und Physiologie in den Händen einer Person mit Intelligenz und Fähigkeiten, die dieses Wissen zum Nutzen von Menschen einsetzt, die krank oder verwundet sind, durch Spannungen, Schocks, Stürze oder mechanischen Dysfunktionen oder durch Verletzungen des Körpers jeglicher Art.

(Andrew Taylor Still, Philosophy and mechanical Principles of Osteopathy)

Was ist Craniosacrale Osteopathie?

Der Schädel, die Wirbelsäule und das Becken umgeben das zentrale Nervensystem mit seinen membranösen Häuten. Diese Teile bilden eine Einheit und werden als das craniosacrale System zusammengefasst. Auch alle anderen Teile des Körpers stehen direkt oder indirekt mit diesem System in Verbindung und werden von ihm beeinflusst.

Dem craniosacralen System liegt eine Dynamik bzw. eine Bewegung zugrunde, die der Osteopath für die Untersuchung und Behandlung nutzt. Die Bewegungen des Schädels sind tatsächlich nachgewiesen worden. Ein Erklärungsmodell dafür ist der primäre Respirationsmechansmus (zyklische Neubildung, Austausch und Bewegung von Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit). Mit sanften Manipulationen an Schädelknochen, Wirbelsäule und Becken will der Osteopath körpereigene Abläufe beeinflussen, Blockaden lösen und so Gewebespannungen mindern.

Ursprünge der craniosacralen Therapie

Der amerikanische Osteopath William Sutherland, einer der ersten Schüler des Begründers der Osteopathie, Dr. Andrew Taylor Still, entwickelte und vertiefte diese Therapieform. Seine Behauptung, zwischen fest verbundenen Knochen wie den Schädelknochen gebe es eine gewisse Beweglichkeit, sorgte im 20 Jahrhundert für einiges Aufsehen.

cranio Schädelmodell als Anschauungsobjekt für craniosacrale in Einzelteile zerlegt
Die craniosacrale Therapie geht mit sanften Manipulationen am Schädelknochen auf körpereigene Abläufe ein

Was ist Viscerale Osteopathie?

Die viscerale Osteopathie ist der Teil der Osteopathie, der sich speziell der Behandlung innerer Organe (Viscera) widmet, den Blutgefäßen, Lymphbahnen und dem dazugehörigen Bindegewebe, den Faszien. Die inneren Organe bewegen sich unwillkürlich mit jedem Atemzug und bei jeder Rumpfbewegung. Funktionsstörungen entstehen durch Operationsnarben, altersbedingte Organsenkung oder Entzündungen aber auch durch schlechte Ernährung. Diese Störungen zeigen sich in Bewegungseinschränkungen, die der Osteopath erkennen und behandeln kann.

Die Eigenbewegung der inneren Organe

Die inneren Organe hängen nicht frei in der Bauchhöhle, sondern gehen über Anheftungs- und Berührungspunkte Verbindungen mit anderen Organen oder dem Skelettsystem ein. So befinden sich zum Beispiel die Aufhängepunkte des Darmes an der Lendenwirbelsäule und die Aufhängung der Gebärmutter an Kreuzbein und Beckenschaufel. Jedes Organ sollte gegenüber anderen Organen und Strukturen frei beweglich sein (Mobilität), ebenso sollte die feine Eigenbewegung der Organe (Motilität) uneingeschränkt vorhanden sein. Entwickelt wurde die viscerale Osteopathie von J. P. Barral und Dr. Weisschenk. Sie wird insbesondere in den französischsprachigen Ländern praktiziert und ist in Deutschland noch relativ unbekannt.

Die Viscerale Osteopathie basiert auf der Grundlage, dass sich jedes Organ um eine eigene physiologische Achse bewegt

Was ist Parietale Osteopathie?

Die parietale Osteopathie beschäftigt sich mit der Untersuchung und Behandlung des Bewegungsapparates. Hierzu gehören Knochen, Bänder, Gelenke, Muskeln und Faszien. Das sind Strukturen, die embryonal aus der dritten Keimscheibe, dem Mesoderm, hervorgegangen sind. Diese können entweder direkt durch eine Verletzung geschädigt werden oder durch den weiterlaufenden Einfluss von anderen Strukturen.

Diese so genannten Dysfunktionen sorgen für vermehrte Spannung – nicht nur am Ort des Geschehens – sondern auch weiterlaufend. Andrew Taylor Still fand heraus, dass diese Spannungen auch Probleme mit der arteriellen Versorgung aller zugehörigen Gebiete verursachen können.
Die Osteopathie behandelt diese Dysfunktionen und sorgt dafür, dass durch ein Gleichgewicht innerhalb der Gelenke und der Muskulatur der gesamte Bewegungsapparat wieder gut funktionieren kann.

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Der Therapeut überprüft die Beweglichkeit des Fußgelenks

Sanfte Heilung mit den Händen

Erfahren Sie, wie der Osteopath seine Diagnose stellt und welche Erkrankungen behandelt werden können.

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