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Osteopathie Praxis Berlin

Normen Wolke, M.Sc. D.O., Osteopath und Heilpraktiker


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Die Geschichte der Osteopathie

Osteopathie stammt aus Amerika

Die Osteopathie wurde vor über 130 Jahren in Amerika von einem Landarzt namens Andrew Taylor Still (1828 - 1917) begründet. Wörtlich übersetzt bedeutet es "die Lehre über die Krankheit der Knochen". Für Dr. Still umfasste der Begriff "Osteo" jedoch mehr als nur die Knochen sondern auch das Binde- und Stützgewebe, die Haut, Muskeln, Sehnen, und Faszien (die dünnen Gewebehäute, die alle Organe, das Gehirn und Muskeln umhüllen und miteinander verbinden).

Durch umfangreiche Studien und jahrelange Praxiserfahrung fand Dr. Still zu der überzeugung, dass eine Krankheit ihren unverwechselbaren Abdruck im Binde- und Stützgewebe hinterlässt. Dessen Qualität, Beweglichkeit und typischer Spannungszustand können sich kontinuierlich den sich verändernden Belastungen anpassen.
Stills osteopathischer Ansatz lautet: Leben zeigt sich in Form und Bewegung. Wird Bewegung verhindert, kann sich Krankheit ausdehnen. Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsform und schonende manuelle Heilmethode.

Dr. Still erklärt Osteopathie mit Knochen und Skelett

Die Frage "Was ist Osteopathie?" veranschaulichte Dr. Still gerne spontan am Beispiel von Knochen. Es wird überliefert, dass er eigens hierzu ständig einen Sack mit Knochen bei sich trug, so dass er bei entsprechender Gelegenheit über das passende Anschauungsobjekt verfügen konnte.

Das Gewebe hat die Fähigkeit zur Selbstheilung

Dr. Andrew Taylor Still entwickelte das Konzept der Osteopathie Ende des 19. Jahrhunderts in Kirksville in Amerika. Das intensive Studium der menschlichen Anatomie führte Still zu der Erkenntis, dass der Mensch als Teil der gesamten Schöpfung die Fähigkeit zur Selbstheilung bereits in sich tragen müsste. Er war davon überzeugt, dass solange das Gewebe beweglich bleibt und eine gute Versorgung mit Blut gewährleistet ist, aber auch die Entsorgung durch Lymphflüssigkeit funktioniert, sich das Gewebe selbst regulieren kann. Still versuchte mit den Händen Bewegungsseinschränkungen in Gewebe und Faszien zu lokalisieren und diese zu lösen. 1884 erhielt das Projekt den Namen „Osteopathy“. 1892 gründete Dr. Andrew Taylor Still seine erste Schule, die spätere American School of Osteopathy in Kirksville, USA. Die Schüler von Still führten die Lehre fort und entwickelten sie weiter.

Osteopathie in Deutschland und Europa

Dr. Littlejohn bringt die Osteopathie nach Europa

Anfang des 20. Jahrhunderts brachte Stills Schüler Dr. John Martin Littlejohn die Osteopathie nach Großbritannien, wo im Jahre 1917 die erste europäische Schule für Osteopathie gegründet wurde. Von dort verbreitete sich diese neue Behandlungsmethode nach dem zweiten Weltkrieg in ganz Europa und erreichte in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts auch Frankreich und Deutschland. In Deutschland wird Osteopathie schon seit den 1950er Jahren, allerdings zunächst vereinzelt von Ärzten und Heilpraktikern, praktiziert. Osteopathie in Deutschland ist seit den 80 Jahren zunehmend verbreitet und es werden mehr und mehr Osteopathie Schulen und Verbände gegründet.

Andrew Taylor Still mit seinen Studenten unter denen auch Dr. Littlejohn ist
Unten links im Bild Dr. John Martin Littlejohn (mit Brille).
Er führte die Osteopathie Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa ein.

Anerkennung als Beruf

In Europa gilt Osteopathie primär als manuelle Heilkunde. Das deutsche Bundesministeriums für Gesundheit sowie die deutsche Rechtsprechung definieren die Osteopathie als Heilkunde, nicht als Heilmaßnahme. In Deutschland gibt es im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern (Belgien, England, Frankreich, Holland, Italien) noch kein anerkanntes Berufsbild für Osteopathie. Die Ausübung darf daher in Deutschland nur von sogenannten Heilberufen praktiziert werden. Heilberufe sind rechtlich gesehen der Arzt und der Heilpraktiker. Osteopathie ist keine verordnungsfähige Heilmaßnahme und daher als Heilkunde nur unter der direkten Fachaufsicht eines Arztes oder Heilpraktikers an Mitglieder der Heilhilfsberufe delegierbar.

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Was ist Osteopathie?

Da es in Deutschland noch keine staatliche Regelung für Beruf, Studium und Osteopathie Ausbildung gibt, darf jeder Heilberuf Osteopathie anbieten, ohne eine entsprechende Prüfung oder Qualifikation vorweisen zu müssen. Doch nur diese garantiert, dass der Therapeut die Ausübung der Osteopathie auch wirklich beherrscht. Deshalb ist es für Patienten ratsam, sich vor einer Behandlung über die Ausbildungszeit, Qualifikation und Prüfung des Therapeuten zu informieren. Der Verband der Osteopathen e.V. (VOD) setzt sich für eine Anerkennung des beruflichen Status der Osteopathie ein.

Wer war der Begründer der Osteopathie?

Dr Andrew Taylor Still war seiner Zeit weit voraus. Er propagierte eine ganzheitliche und individuelle Sichtweise in der Medizin.

Zu Andrew Taylor Still