OSTEOPATHIE BERLIN
Normen Wolke, M.Sc.D.O.
030 8571 7887 Email

Faszien, Faszienmobilisation und Faszientraining

Unsere innere Hülle

In der Osteopathie ist die zentrale Rolle der Faszien bereits seit den Anfängen, also vor über 200 Jahren, bekannt und gelten sogar als eigenständiges Körperorgan. Faszien sind Bindegewebe, die nicht nur unsere Muskeln sondern auch die Organe, Nerven, Muskeln und Knochen umschließen. Die Faszie rückt zunehmend ins Rampenlicht aktueller medizinischer Forschung im Inland wie im Ausland. Auch im Bereich Fitness, Wellness und dem Wohlfühlsektor wird mit Faszientraining geworben und über Faszienmobilisation gesprochen.

Faszien kurz erklärt

  • Faszien gelten als Sinnesorgan, formen unseren Köper und lassen sich mobilisieren.
  • Unsere Beweglichkeit und Kraft hängt von den Faszien ab.
  • Faszien umschließen Muskeln und grenzen einzelne Muskeln voneinander ab.
  • Fasziale Bindegewebe erfüllen wichtige Aufgaben beim Abfluss der Lymphe.
  • Verklebte Faszien können zu den körperlichen Beschwerden führen.
  • Über sympathische Nervenendigungen wirken sie auf unser vegetatives Nervensystem.
  • Innere Gelassenheit senkt Körperspannung, Stress kann die Grundspannung der Faszien steigern.

Die Faszie in den Medien

Mit der Diskussion in den öffentlichen Medien* wird auch in medizinisch und therapeutischen Kreisen das Interesse für das Bindegewebe neu geweckt und gar ein Hype daraus gemacht.
Über diese Entwicklung freuen sich Osteopathen. Denn dieser faszinierende und wichtige Aspekt des menschlichen Körpers wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts von dem Gründungsvater der Osteopathie, Dr. Andrew Taylor Still, beschrieben. Entsprechend seiner anatomisch physiologischen Betrachtungen wurde das Bindegewebe sogar als eigenständiges Körperorgan eingestuft, dem besondere therapeutische Beachtung zuteil wird.

Zitat von Andrew Taylor Still, 1899

Die Seele des Menschen mit all ihren Strömen puren Lebenssaftes scheint in den Faszien des Körpers zu fließen (...).
Ich kenne keinen Teil des Körpers, der es den Faszien als Forschungsfeld gleich tun kann. Ich glaube das sich beim Studium der Faszien mehr reichhaltige und goldene Einsichten auftun werden, als bei irgend einem anderen Aspekt des Körpers.

 

Der Osteopath und die Faszienmobilisation

Die Faszientherapie ist ein Bestandteil der osteopathischen Behandlung. Informieren Sie sich hier generell über den Ablauf, das Erstgespräch und auch die Kosten einer Sitzung.

  Faszien Seitenanfang

Interessieren Sie sich für eine osteopathische Behandlung? Dann lesen Sie hier weiter:

Osteopathie Behandlung

 

Faszien halten Muskeln, Sehnen, Knochen, Gefässe und Nerven zusammen

Faszien sind ein Derivat des Bindegewebes und haben denselben Gewebe-Ursprung wie Knochen, Sehnen, Skelettmuskulatur, Blut- und Lymphgefäße, Blutkörperchen und die Milz. Sie bilden sich aus dem embryologischen Ursprungsgewebe des Mesoderms. Daraus lässt sich die spätere Funktion der Faszien als schützendes, konstruierendes, und regulierendes Körpergewebe ableiten.

Die Faszien erfüllen eine wichtige Schutzfunktion: Durch die Errichtung von Barrieren verhindern sie das Eindringen von Fremdkörpern und erfüllen mittels phagozytierender Zellen in den Geweben eine immunitäre Abwehrfunktion.
Die Faszien sind ein konstruierendes Körpergewebe: Aus histologischer Sicht lassen sich Faszien, in Abhängigkeit des jeweiligen Autors (Friedlin 2003), als verschiedene Arten von faserigem, lockerem und geordnetem Bindegewebe zusammenfassen. Dieses vielverzweigte Netzwerk an faserigen Verbindungen wird durch die auf das Körpergewebe einwirkenden Wachstums- Belastungs- und Stressfaktoren beeinflusst.

Es wurde nachgewiesen, dass das Form- und Belastungsverhalten eines Körpers durch die Faszien mehr beeinflusst wird als durch die darin liegenden Festkörper  (Knochen, Organe,...) (Myers 2001).
Einige Autoren benennen die Faszien auch als „Organ der Form“ (Varela 1987, Rolf 1997) und als tragendes Organ des Körpers. Zum besseren Verständnis wird das Fasziennetz häufig als archtiktonische "Tensegrity Struktur" (engl. „tension“=Zugspannung, „integrity“=Ganzheit) beschrieben. Es handelt sich hierbei um ein stabiles, selbsttragendes Konstrukt, das aufgrund einer „ganzheitlichen Druck- und Zugspannung“ seine eigene Form bewahrt und auftretende Belastungen absorbiert. (siehe das von Buckminster Fuller (1954) und Snelson beschriebenen „Tensegrity Modell“).

  Faszien Seitenanfang

Das Bindegewebe kann Körperfunktionen regulieren

Den meisten Menschen ist es nicht bekannt, dass unsere Muskeln mit ihren Faszien unsere reichhaltigsten Sinnesorgane sind, und unser zentrales Nervensystem die meisten sensorischen Informationen von ihnen erhält (ca 25 % Golgi- Pacini- und Ruffini-Rezeptoren und 75 % aus freien Nervenendungen (Schleip 2004)). Das Bindegewebe ist also reich an nervalen (Nerven und Rezeptoren, Schmerzrezeptoren) und vaskulären (Arterien und Venen) Strukturen.

Das Tensegrity Modell als Basis für Faszienmobilisation
Abbildung des Tensigrity Model. Unser therapeutisches Handeln wird auch dadurch bestimmt, wie wir uns den menschlichen Körper vorstellen.

Zur Startseite der Osteopathie Praxis Berlin: Osteopathie Berlin

Das Faszien Distorsions Modell

Das Fasziendistorsionsmodell ist eine medizinische Sichtweise, welche die Ursache für körperliche Beschwerden und Funktionseinschränkungen auf eine oder mehrere von sechs typischen Verformungen der menschlichen Faszien zurückführt. Die Faszien Distorsions-Diagnostik basiert auf drei Säulen und führt zu einer eigenständigen Diagnose. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die Interpretation der Schmerzgestik des Patienten ein. Durch eine spezielle Deutung können intuitive Gesten entschlüsselt werden und geben direkte Hinweise auf Faszienverformungen.

Das folgende Video zeigt die Anwendung von Techniken des Faszien Distorsions Modells nach Typaldos während einer Fortbildung.

Video ansehen (öffnet neues Fenster) Quelle: Yuotube: Akademie für Alternativmedizin

  Faszien Seitenanfang

Was meint verklebtes Bindegewebe?

Wie können Faszien verkleben, was muss man sich darunter vorstellen?

Immer häufiger hört man den Begriff „verklebtes" Bindegewebe. Oft im Zusammenhang mit der Ursache für Schmerzen oder Symptome. Was hat man sich nun darunter vorzustellen, entsteht etwa vor dem inneren Auge eine Zuckerwatte? Nein, vermutlich nicht...
Ich möchte mir an dieser Stelle ein paar Gedanken zu diesem Begriff erlauben und erläutern wie es dazu kommen kann, dass Fasziengewebe "verklebt". Dazu möchte ich folgendes Bild in Erinnerung rufen: Stellen Sie sich zwei Glasscheiben vor, die direkt aufeinanderliegen. Diese beiden Scheiben sollen zwei Faszienschichten symbolisieren. Gebe ich nun ein paar Tropfen Wasser zwischen die beiden Glasscheiben, beginnen sie aufeinander „zu schwimmen“, d.h. sie sind untrennbar miteinander verbunden und können sich doch gegeneinander bewegen. Man spricht in diesem Fall von Adhäsionskräften, die dieses widersprüchliche Verhalten der beiden Glasscheiben zueinander ermöglichen.

Analog zu diesen Eigenschaften der Glasscheiben verhält es sich auch im Fasziengewebe. Das Fasziengewebe kann man sich wie eine netzartige Struktur vorstellen, die aus parallelfaserigem Bindegewebe aufgebaut ist. Diese parallele Anordnung der Bindegewebsfasern ist es, die dem Fasziengewebe einerseits eine hohe Festigkeit gibt und andererseits aufgrund seiner netzartigen Struktur eine enorme Verformbarkeit garantiert. Innerhalb dieser Faszien befinden sich die großen Versorgungsstrukturen des Körpers, das sind die Blutgefäße, Lymphgefäße und Nerven. Blut- und Lymphgefäße versorgen die Faszien mit ausreichend Flüssigkeit, so dass die Gleitfähigkeit der Faszien gewährleistet ist. Um diese Gleitfähigkeit aufrecht zu erhalten ist die Anwesenheit von genügend Flüssigkeit essentielle Bedingung.

Der Aufbau des Bindegewebes

Die Grundstruktur des Bindegewebes besteht aus kollagenen, elastischen und retikulären Faserbündeln. Diese Faserbündel werden immer wieder neu von den im Gewebe anwesenden Bindegewebszellen aufgebaut. Bedingung für diesen Aufbau ist ein Reiz. Sie benötigen einen Reiz um sich zu bilden. Dieser Wachstumsreiz ist die Belastung bzw. sind einwirkenden Kräfte, die das Gewebe erfährt und analog dieser Kraftlinien bildet sich das fasziale Gewebe der kollagenen- und elastischen Fasern aus. Das bedeutet, dass neben der anwesenden Flüssigkeit auch Bewegung / Kraft auf das Bindegewebe einwirken muss, ansonsten würde kein Wachstumsreiz für die Fasern entstehen.

  Faszien Seitenanfang

Myofasziale Steuerung

Achtung: jetzt wird's etwas theoretisch

In den letzten Jahren wird eine myofasziale Steuerung im Fasziengewebe diskutiert (Yahia 1993) die vom autonomen Nervensystem gesteuert wird. Unser autonomes Nervensystem besteht stark vereinfacht aus zwei gegensätzlichen Partnern, die sich zusammen ergänzen und die unwillkürlichen Steuerungsvorgänge in unserem Körper regulieren. Diese beiden Partner sind der Orthosympathicus als Aktivator und der Parasympathicus als hemmender Teil des Nervensystems. Daraus lässt sich die Funktion dieser beiden Anteile für das Fasziensystem ableiten. Der Orthosympathicus aktiviert die myofaszialen Muskelzellen und begünstigt eine aktive Vorspannung unserer Faszien. Im Gegensatz hierzu reduziert der Parasympathicus antagonistisch diese myofasziale Anspannung der Muskelzellen im Fasziengewebe.

Daueraktivierung der Muskeln für zu Verklebung von Bindegewebe

Anhand dieser Gegebenheiten lässt es sich leicht ableiten was passiert, wenn die autonome Steuerung aufgrund von hoher und zu langer Anspannung (zum Beispiel zuviel Stress) zu einer Daueraktivierung der Muskelzellen im Bindegewebe führt. Das Fasziensystem steht in diesem Fall unter einer Daueranspannung der kontraktilen Muskelelemente, was die reproduktiven und nutritiven physiologischen Vorgänge im Fasziengewebe behindern würde. Crosslinks, sogenannte Querverbindungen zwischen den parallelen Bindegewebsfasern bilden sich und führen dazu, dass die strukturelle Eigenschaft der parallelen Ausrichtung der Bindegewebsfasern lokal verloren geht und zu Querkräften führt. Das Bindegewebe kann diese nicht mehr verarbeiten und es kommt zu Überlastung der lokalen Strukturen. Auf diesen Reiz reagiert unser Körper mit einer lokalen Entzündungsreaktion. Damit das Fasziengewebe seine physiologische Funktion erfüllen kann muss ausreichend Flüssigkeit im Gewebe vorhanden sein.

Eingeschränkte Gleitfähigekit des Fasziengewebes

Man spricht von Faszienverklebungen, wenn die Gleitfähigkeit des Fasziengewebes eingeschränkt ist. Dies kann entstehen, wenn sich Sehnen und Muskeln aufgrund von Bewegungsmangel stark verkürzen, zum Beispiel, wenn man längere Zeit einen Gips trägt. Aber auch bei typischem beruflich bedingten Bewegungsmangel oder bei älteren oder geschwächten Menschen kann dies auftreten. Eine weitere Ursache können feine Risse im Fasziengewebe sein, die bei Überlastung entstehen können. Man spricht auch gern vom Muskelkater. Ein zuviel davon kann auf längere Sicht zu "Verklebungen" im Gewebe führen. Ein weiterer Faktor ist der Lymphfluss. Normalerweise liegt Fibrinogen in der Lymphe in gelöster Form vor. Bei einem Lymphstau hingegen reichert sich das Fibrinogen im Gewebe an und wird dort nun unter Einwirkungen anderer Substanzen zu Fibrin abgebaut. Aus dem Blutgerinnungsfaktor Fibrinogen wird somit Fibrin – ein körpereigener "Klebstoff", dessen Aufgabe normalerweise das Verschliessen von Wunden ist. Da jedoch keine Wunde vorhanden ist, verklebt das Fibrin stattdessen das umliegende Fasziengewebe.

Andrew Taylor Still  beschrieb die sensorische Funktion der Faszie:

„Wenn man mit den Faszien arbeitet, behandelt man die Zweigstellen des Gehirns; und nach den allgemeinen Geschäftsregeln haben die Zweigstellen gewöhnlich die gleichen Eigenschaften wie die Zentrale. Also warum sollte man die Faszien nicht mit dem gleichen Maß an Respekt behandeln wie das Gehirn selbst“ (Still 1899).

Weiterhin ist anzumerken, dass diese freien Nervenenden als „Fühler des autonomen Nervensystems“ funktionieren und Reize der Ruffini-Rezeptoren und freien Nervenendungen direkt das vegetative Nervensystem stimulieren (Schleip 2004). Insofern können die Faszien als „Eintrittstor zum Vegetativum“ beschrieben werden um mittels manueller therapeutischer Reize auf das autonome Nervensystem einzuwirken. In Tierversuchen wurde bereits nachgewiesen, dass tiefer, langsamer Druck auf die Bauchregion eine allgemeine parasympathische Reaktion auslöst (Folkow 1962).

Ein weiterer Aspekt betrifft die aktive Faszienregulation die mittels Belastungstests an menschlichen Faszien untersucht wurde. Yahia beschreibt seine Untersuchungsergebnisse mit dem Resumé, dass in den Faszien eine aktive Gewebekontraktion mittels kontraktiler Zellen nachgewiesen wurde ähnlich der glatten Muskelzellen im Darmgewebe (Yahia 1993, Staubesand 1996). Es scheint wahrscheinlich das diese aktiven und kontraktilen Elemente der Körperfaszien zu einer Faszienvorspannung des Bewegungsapparates führen, um Kampf / Fluchtreflexe zu intensivieren. Dieses bestätigen die Untersuchungen von Garfin, der zeigen konnte, dass die Festigkeit der faszialen Muskelhülle einen signifikanten Einfluss auf die Muskelkraft hat (Garfin 1981).

  zum Seitenfang

Faszienmobilisation und Faszientraining gegen den Schmerz

Wie äußern sich Faszien Schmerzen?

Haben Schmerzen bzw. Beschwerden ihren Ursprung in den Faszien, gehen diese häufig auf Verklebungen und Versteifungen zurück. Das wiederum führt dazu, dass sich Deine Bewegungen steif anfühlen und schmerzhaft sind.

Gezieltes Training der Faszien kann in manchen Fällen gegen Rückenschmerzen oder Knieprobleme helfen. Lange Zeit stand ein gezieltes Faszientraining gar nicht im Fokus der Schmerzlinderung, da die Bedeutung der Faszien völlig unterschätzt wurde. Das ändert sich gerade grundlegend.

Pro und Contra

Durch die sich in den letzten Jahren intensivierende Faszienfoschung werden nicht nur neue Erkenntnisse rund um das Bindegewebe des Menschen gewonnen, sondern auch für deren professionelles Training. Als Faszientraining werden Übungen bezeichnet, die zur Mobilisation der Faszie gedacht sind. Einige Heilpraxen und Sporttherapeuten bieten entsprechendes Training an, welches nach den Erkenntnissen der Faszienforschung aufgebaut sein sollte, die z. B. von Dr. Robert Schleip oder Thomas W. Myers beschrieben werden.

Die meisten Techniken der Faszienmobilisation sind eigentlich passive, therapeutische Maßnahmen. Im Rahmen einer Faszienbehandlung kann der Patient jedoch schon mal Übungen mit nachhause bekommen. Das können dann sowohl gezielte Dehnübungen als auch Übungen zur Reduktion der Faszienspannung sein.

Kann man Faszien selber mobilisieren?

Es ist umstritten ob mit Hilfe von Gymnastik, Yoga oder anderen Bewegungsarten kollagene Verdickungen oder Verklebungen des Bindegewebes gelöst werden können und die Faszien dadurch langfristig mobilisiert. Dieser Einfluss auf die Faszien scheint eher geringer zu sein. Myofaszien hingegen lassen sich durch einen subtilen manuellen Druck lösen und mobilisieren. Verfestigte gelartige Kolloide (Proteine in der Gundsubstanz der Faszien) können unter Einfluß mechanischer Kräfte vorübergehend flüssig werden (aus dem Gel- in den Solzustand). Nach der Manipulation verfestigt sich das Material wieder und bleibt dauerhaft verformt. Weiterhin gelten zahlreiche nervale Rezeptoren in den Faszien als neurologische Schaltstellen. Diese übermittlen über einen sensiblen manipulativen Druck Informationen direkt an das Nervensystem. Das kann zu einer spontanen Tonusveränderung des Gewebes führen.

So kann man über Faszienmobilisation die Lage der Muskeln und deren Funktion im Körper nachhaltig positiv beeinflussen. Abschließend sei bemerkt, dass man für die Mobilisierung der Faszien mit der einhergehenden verbesserten Körperhaltung und dem großen Plus an Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit unbedingt einen bestens ausgebildeten Spezialisten aufsuchen sollte.

Geeignete Berufe, die das Faszien-Training ausüben können sind der Osteopath oder der Physiotherapeuth.

  zum Seitenanfang

Die Osteopathie Praxis Berlin

Klassische Osteopathie für Babys, Kinder und Erwachsene nach dem Konzept von Andrew Taylor Still

Osteopathie Berlin

Wie kann man die Fascie trainieren?

Zehn Minuten Faszientraining am Tag wäre schon mal ein guter Anfang für mehr Beweglichkeit und Wohlbefinden. Mit den richtigen Methoden und gezieltem Training können wir unser fasziales Bindegewebe stärken und fit machen.

Anleitung und Übungen mit der Faszienrolle

Mithilfe einer Faszienrolle kann man verklebte Faszien lösen. Das ist eine eine kleine Schaumstoffrolle, auch genannt Blackroll oder Black Ball und mithin die einfachste Methode um seine Faszien und das Bindegewebe zu trainieren. Das Prinzip ist einfach: Man legt sich zum Beispiel mit dem oberen Rücken auf die Rolle und rollt kontrolliert von der untere Spitze der Schulterblätter hoch bis kurz vor den Nackenansatz und wieder runter. Dadurch werden die Faszien und Muskeln im oberen Rückenbereich massiert und Spannungen sowie verklebte Faszien lösen sich. Dies kann mitunter auch ganz schön schmerzhaft sein, je nachdem wie schmerzempfindlich man ist. Daher sollte man zunächst vorsichtig anfangen und sicht dann nach eigener Geschwindigkeit steigern. Bitte auf den eigenen Körper hören, falls richtige Schmerzen auftreten, sollten Sie Ihren Therapeuten befragen. Dasselbe Prinzip funktioniert natürlich auch bei anderen Körperpartien, zum Beispiel dem Gesäß, der Außen-, Innen-, Vorder- oder Rückseite der Oberschenkel oder den Waden.

Ein zehnminütiges Workout zum Faszientraining findet man zum Beispiel auf der Seite von original bootcamp. Dort wird die Faszienrolle allerdings Blackroll genannt.Auch durch Eigenmassage, genannt "myofascial release", mit der Blackroll können verklebte Faszien gelöst, die Durchblutung gesteigert und das Bindegewebe stimuliert werden.

Faszienrolle auf Gymnastikmatte

Wo kann ich eine Faszienrolle kaufen?

Einfach mal im Internet suchen oder bei Aldi und Lidl die Augen offen halten. Massagerollen, Faszienrollen, Blackrolls, Powerrolls: unter diesen Namen lässt sich dieses Sportgerät inzwischen ganz leicht käuflich erwerben.

  zum Seitenanfang

Fragen und Antworten (FAQ)

Ohne Faszien würde der Mensch in sich zusammenfallen. Denn sie umschließen unsere Organe und Muskeln. Grundlegende Fragen und Antworten rund um die Faszien.

Was sind Faszien?

Die Faszien sind unser Bindegewebe. Sie umgeben unsere Muskeln und alle Organe, Nerven, Muskeln und Knochen. Die Faszie gilt in der Osteopathie als Sinnesorgan.

Was ist Faszienmobilisation?

Die Faszie formt unseren Köper und lässt sich mobilisieren. Über die Faszienmobilisation wird die Lage der Muskeln und deren Funktion im Körper beeinflusst und bestenfalls nachhaltig positiv verändert.

Wer kann Faszien mobilisieren?

Die Faszienmobilisation ist ein Bestandteil der osteopathischen Behandlung. Informieren Sie sich bei einem qualifizierten Osteopathen, Arzt oder Heilpraktiker.

Was hat die Psyche mit Faszien zu tun?

Die Psyche steuert die Faszienspannung. Innere Gelassenheit senkt Körperspannung, Stress kann die Grundspannung der Faszien steigern.

Wie kann ich meine Faszien trainieren?

Mithilfe einer Faszienrolle oder Blackroll kann man verklebte Faszien lösen. Informieren Sie sich vor dem Faszien Training bei einem qualifizierten Osteopathen, Arzt oder Heilpraktiker, welche Übungen für Sie geeignet sind.

  Faszien Seitenanfang

* Faszien in den Medien,
Artikel findet man bei bei ARD, SWR 2, Spiegelonline, Die Welt, Brigitte.de und vielen mehr.

Quellen zum Weiterlesen:

Wie behandelt ein Osteopath?

Was genau macht eigentlich der Osteopath bei der Behandlung und wie funktioniert diese? Antworten auf diese Frage und weitere interessante Aspekte erfahren Sie auf der folgenden Seite.

Osteopathie Behandlung

Osteopathie Berlin | © 2021 Normen Wolke, Alle Rechte vorbehalten | Impressum | Datenschutzerklärung | Sitemap / Seitenindex